Impulse
Digitale Achtsamkeit

Digitaler Konsum & Psychische Gesundheit: Dein Gehirn vergisst nichts
Alles, was wir einmal gehört, gefühlt oder uns angeschaut haben, bleibt in unserem Gehirn. Wir können uns zwar nicht an alles erinnern, die Informationen sind jedoch vorhanden und prägen weiterhin unsere Wahrnehmung und unser Leben. Ein achtsamer Umgang mit digitalen Inhalten ist daher wichtiger denn je!
Oft merken wir gar nicht, wie wir uns stundenlang im Scrollen verlieren und danach nicht mehr wissen, was wir eigentlich alles angeschaut haben. Konsum digitaler Inhalte im Alltag - das Scrollen durch soziale Medien, fremde Reels und Beiträge - kann Spuren in unserem Selbstwert, unserer emotionalen Stabilität und psychischen Gesundheit hinterlassen.
Hier sind meine 3 Tipps für einen achtsamen Umgang mit digitalen Medien:
1. Mach dir bewusst, dass du derjenige bist, der steuert und nicht gesteuert wird! Bestimme bewusst, wann und wofür du online bist. Erinnere dich immer wieder an deine Ziele und die Dauer deiner Nutzung.
2. Achte jedes Mal bewusst darauf, wie du dich nach dem Kontakt mit den jeweiligen Medien fühlst. Gestärkt und erfüllt oder eher down und unmotiviert? Du musst nicht sofort eine Entscheidung treffen. Beobachte deine Reaktionen über einen längeren Zeitraum und verzichte auf Medien und Plattformen, die dich emotional belasten. Entfolge Profilen, die dir nicht guttun oder dir das Gefühl geben, nicht gut genug zu sein oder ein Opfer der Umstände zu sein.
3. Was würdest du tun, wenn es heute keinen Strom und somit kein Internet gäbe? Entscheide dich bewusst für digitalfreie Zeiträume, auch wenn es nur 30 Minuten am Tag sind. Schalte komplett ab und mache etwas Analoges. Das funktioniert am einfachsten, wenn du es gemeinsam mit jemandem machst, sei es ein Familienmitglied, dein Freund oder ein Mitbewohner.